Ausbau und Instandhaltung von Verkehrsnetzen und Ver- und Entsorgungseinrichtungen im Rahmen von ÖPP

Eine verbesserte Infrastruktur ist der Grundstein für eine zukunftsgerichtete Mobilität.

Eine verbesserte Infrastruktur ist der Grundstein für eine zukunftsgerichtete Mobilität

Dafür sind Konzepte und Produkte notwendig, die Wirtschaftlichkeit, Langlebigkeit und Sicherheit gewährleisten. Wesentlicher Teil der technischen Infrastruktur sind Verkehrsnetze (Straßen, Brücken, Schienen- und Wasserwege) sowie Ver- und Entsorgungseinrichtungen (Energie, Wasser,  Kommunikationsnetze). Deren Ausbau oder Instandhaltung gilt in erster Linie als staatliche Aufgabe, wird aber bei Finanzierung und Betrieb in verschiedenen Bereichen auch als Kooperation von öffentlicher Hand und Unternehmen durchgeführt. Ein Beispiel ist die Bundesautobahn A 7 zwischen Hamburg und Neumünster im Rahmen einer öffentlich- privaten Partnerschaft (ÖPP).

Entwässerungssysteme für Norddeutschlands größtes Straßenbauprojekt
Mehr als 152.000 Kraftfahrzeuge passieren täglich den bislang sechsspurigen Abschnitt zwischen dem Hamburger Elbtunnel und dem Autobahndreieck (AD) Hamburg-Nordost.
Seit Jahren gehören Staus und erhebliche Lärmbelästigungen zum Alltag der Autofahrer und Anwohner auf bzw. an der Bundesautobahn A 7 im Stadtgebiet Hamburg. Grund hierfür ist das wachsende Verkehrsaufkommen auf der Nord-Süd-Verbindung zwischen Schleswig-Holstein und Bayern. Umfangreiche Bauarbeiten zur Verbreiterung der Autobahn sowie ein für Europa zukunftsweisendes Lärmschutzprojekt haben bereits 2014 begonnen und sollen bis 2024 abgeschlossen sein. Die Entwässerung verschiedener Teilstrecken erfolgt mit einer  Polymerbetonrinne, der ACO DRAIN Monoblock RD 200, die aufgrund ihrer monolithischen Bauweise prädestiniert ist für Bereiche mit hohen dynamischen Belastungen (Autobahnen, Flughäfen, Containerterminals) – der Hersteller verspricht Standfestigkeit in den Belastungsklassen D 400–F 900 nach DIN EN 1433.
Die Spezialrinnen der Belastungsklasse D 400 für offenporigen Asphalt (OPA) verfügen über in zwei Ebenen angeordnete Einlauföffnungen, wodurch einerseits das Oberflächenwasser über die auf der Oberseite angeordneten Öffnungen aufgenommen und andererseits das in die offenporige  Asphaltdeckschicht eingesickerte Wasser über die seitlichen Öffnungen in den Rinnenkörper eingeleitet wird.

Entwässerungssystem für die lineare Brückenentwässerung
Aktuelle Zahlen über den Zustand der Brückenbauwerke auf deutschen Autobahnen lassen davon ausgehen, dass jede vierte Brücke saniert werden muss. In dem Zuge wurden die Brückenbauwerke der Autobahn BAB A 1 bei Bad Schwartau saniert und erneuert. Als Lösung für die Brückenentwässerung kam dabei erstmalig die neue ACO DRAIN KerbDrain Bridge zur Ausführung. Das aus Polymerbeton gefertigte  Entwässerungssystem ist eine Hohlbordrinne, die Bordstein/Schrammbord und Entwässerung miteinander kombiniert und als lineares Entwässerungssystem im Randbereich von Brücken eingesetzt wird. Sie ist auf die speziellen Anforderungen der Entwässerung beim Neubau und bei der Sanierung von Brücken abgestimmt. Gegenüber herkömmlichen Brückenabläufen und Entwässerungsrinnen mit Rost wird die monolithische Rinne in dem nicht überfahrenen Bereich eingebaut. Somit befinden sich keine Entwässerungsbauteile mehr im Fahrbahnbereich, welche im Falle einer Baustellenstraßenführung permanent überfahren werden und bei Asphalt- und Markierungsarbeiten stören würden. Mit ihrer sehr flachen Einbautiefe, hohen Entwässerungsleistung, anprallstabilen Konstruktion und vergleichbaren Richtzeichnungsanforderung vereint die Rinne die Vorgaben des Marktes. Die Rinnenelemente der Belastungsklasse D 400 sind werksseitig mit einer EPDM-Dichtung ausgestattet und schützen somit Auflager und Brückenkonstruktion vor auslaufendem belasteten Oberflächenwasser. Zur besseren Verankerung mit dem Kappenbeton verfügen die Rinnenelemente über Ausnehmungen an der Außenwand und integrierte Schraubhülsen für die bauseitige Installation von M12 Gewindestangen.
Die genannten Vorzüge kommen vor allem bei Entwässerungssituationen mit geringem Längsgefälle zum Tragen. Bei fehlendem oder sehr geringem Längsgefälle ist der Anschluss der zu entwässernden Fahrbahn ohne weitere Maßnahmen möglich.

Neue Schachtabdeckung mit vergrößerter Aufstandsfläche
Die Lebensdauer von Schachtabdeckungen ist von vielen Faktoren wie Materialqualität, Montage und Einbausituation abhängig. Vertieft sitzende Schachtabdeckungen erzeugen Schlagloch-Effekte und Lärmemissionen. Schadhafte Abdeckungen verursachen hohe Sanierungskosten. Schwachstellen bei herkömmlicher Bauweise sind die Mörtelfuge unterhalb des Rahmens sowie eine fehlende Entkopplung des Schachtkopfes vom Straßenbelag. Um diese Schwachstellen zu vermeiden, sind Schachtabdeckungen mit großer Aufstandsfläche eine gute Alternative.
Mit Schachtabdeckungen ACO Multitop Beguplan für Fahrbahnen von Straßen, Industrieflächen und Flughäfen wird die Mörtelfuge durch die vergrößerte Aufstandsfläche des Rahmens um ca. 60 % entlastet. Die zylindrische Außenkontur des Rahmens ermöglicht eine fachgerechte Fugenausbildung und damit die Entkopplung von Schachtkopf und Straßenbelag.

Schachtabdeckungen für Industrie und InfrastrukturUnterirdische Versorgungsnetze müssen bewirtschaftet werden d. h. für Ver- und Entsorgungsleitungen(Energie, Wasser und Kommunikation) , sind Maßnahmen vorzusehen, die eine Wartung, Inspektion, Instandhaltung oder den Ausbau ermöglichen. Um den Zugangzu gewährleisten, haben sich ACO Schachtabdeckungen für Industrieund Infrastruktur bewährt.Sie sind speziell für Kabelkanalanlagenoder unterirdische Versorgungsanlagen konstruierte Abdeckungen. Die in unterschiedlichenAusführungen wie Guss, Stahl/Edelstahl oder Stahlbeton und in allen Belastungsklassen verfügbarenSchachtabdeckungen bieten sich als Lösung zum Abdecken rechteckiger Schächte in öffentlichen, industriellen und privaten Einsatzbereichen an. Sie sind für ein breites Anwendungsspektrum wie z. B. Kontroll-, Wartungs-, Ver- und Entsorgungsschächte, Kabelkanäle und Kabelzugschächte in Verkehrsflächen geeignet.Abdeckungssysteme für rechteckige SchächteFür die Abdeckung von Kontroll-, Wartungs-, Versorgungs- und Entsorgungsschächten sowie von Kabelkanälen oder Kabelzugschächten in industriellen, öffentlichen oder privaten Bereichen bietet die ACO Gruppe die Schachtabdeckung Secant an. Das Abdeckungssystem ist dank der hochwertigen mechanischen Bearbeitung und des spielfreien Sitzes des Deckels im Rahmen klapper- und verschleißfrei. Dies verlängert die Lebensdauer und senkt laufende Betriebskosten. Unter den Stoßfugen einzelner Deckel sind keine Quertraversen erforderlich. Abgedeckte Öffnungen bleiben immer im Ganzen zugänglich. Die lichte Weite steht, z. B. für Montagearbeiten, hindernisfrei zur Verfügung. Bis zu einer Schachtbreite von 1.050 mm sind die Abdeckungen für praktisch unbegrenzte Schachtlängen lieferbar. Für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an die Dichtheit stehen tagwasserdichte oder rückstausichere Abdeckungen zur Verfügung. Bei Schächten mit größerer Spannweite werden Abdeckungen mit herausnehmbaren Traversen verwendet. Kabelschachtabdeckung mit Dreiecksdeckeln Kabelschachtabdeckungen werden im Bereich der  Telekommunikation, vor allem in Trassen für Elektro- und Glasfaserkabel, aber auch im Bereich der Stadtbeleuchtung bei Signalanlagen und bei Fernwärmeanlagen verwendet. Sie eignen sich aber auch zur Abdeckung von Schächten für Energiezentralen, Pumpstationen, Trafoanlagen und als Kontrollschächte in vielen anderen Einsatzbereichen. Die Kabelschachtabdeckung Trigona mit Dreiecksdeckeln verspricht nicht nur einfache Handhabung und Funktionalität. Optimales Design, innovative Technik sowie effiziente Werkstoffauswahl (duktiles Gusseisen) gewährleisten ein leichtes Öffnen und Schließen der einzeln herausnehmbaren und durch Dreipunktauflage klapperfrei liegenden Deckel. Ihr besonderes Merkmal: Die Abdeckungen sind passend zu marktüblichen vorkonfektionierten Schächten und Schachthälsen mit lichten Weiten von 700 x 700 oder 700 x 1.400 mm. Das Lieferprogramm deckt praktisch alle Anwendungsbereiche ab, vom Fußgängerbereich in der Klasse B 125 bis hin zu Flugbetriebsflächen in der Klasse F 900. Für Spezialanwendungen beinhaltet das Programm auch tagwasserdichte Ausführungen.

Weitere Informationen: www.aco-tiefbau.de

 

 

6.03.2018