Fugenfüllstoff

Dauerhafte Fuge dank EPDM

Im verlegten Zustand ist das werksseitig fixierte, steinumfassende EPDM-Profi l kaum zu erkennen (Foto: Beton-Pfenning)

Wenn sich schon nach kurzer Nutzungsdauer Steine aus gepflasterten Flächen lösen, sind häufig Fugen die Ursache, die aufgrund unsachgemäßer Verlegung ihre Funktion als elastischer Puffer zwischen den Steinen nicht mehr wahrnehmen können: Entweder die Fugen wurden von vorneherein zu gering dimensioniert oder das Fugenmaterial wurde falsch auf das Bettungsmaterial abgestimmt, sodass es in die Bettung rieselt und sich die Fuge quasi nach und nach auflöst. Die Folge sind massive Schäden an den Pfl asterflächen, die oft aufwendig saniert werden müssen. Für einen neu anzulegenden Parkplatz in der Ortsmitte von St. Leon haben die Verantwortlichen der Gemeinde eine Lösung gefunden: Hier wurden Pflastersteine eingebaut, die über einen werksseitig fixierten Fugenfüllstoff  aus dem Material EPDM verfügen und somit systembedingt stets eine normgerechte Fuge garantieren. Schäden, die auf eine mangelhafte Fugenausprägung zurückzuführen sind, sollen damit auch auf lange Sicht vermieden werden.

Es muss nicht immer Sand oder Splitt sein
Das Produkt des Pflasterherstellers Beton Pfenning wird weder mit Sand noch mit Splitt verfugt, sondern bildet stattdessen die Fugen mit EPDM aus. Nach langer Forschungstätigkeit wurde das Unternehmen auf den Werkstoff aufmerksam, der bereits seit Jahren erfolgreich im Fassaden- und Automobilbau zum Einsatz kommt. In Belastungstests konnte herausgefunden werden, dass sich dieser Synthesekautschuk (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) auch als Fugenmaterial eignet. Auf dieser Erkenntnis basierend wurde das Betonsteinsystem COMBICONNECT entwickelt, bei dem die Steine mit einem werksseitig fixierten, steinumfassenden EPDM-Profil ausgestattet sind. Das Material ist dynamisch und damit hervorragend geeignet für einen maximalen Lastabtrag bis einschließlich Bk3,2: Die Fugen bleiben bei dem System dauerhaft gemäß den Anforderungen gefüllt und die Steindicke beträgt 10 cm. Gemäß DIN 18318 ergeben sich stets normgerechte Fugenbreiten von 4 mm.
Ein Vorteil dieses Systems besteht darin, dass die Fuge anders als bei konventioneller Bauweise nicht ausgewaschen werden kann. Der Einsatz von Kehr-Saugmaschinen ist dabei unbedenklich.
Da bei der Verlegung des Systems jeglicher Aufwand für die Fugenfüllung entfällt, fallen auch die Verlegekosten und die Verlegefolgekosten geringer aus.
Nach Aussage des Herstellers ist das Fugenmaterial ökologisch unbedenklich und zudem gut recycelbar. Auch zeichnet es sich durch hohe Verschleißfestigkeit aus, denn es ist frost- und tausalzresistent sowie temperaturbeständig zwischen –50 und +145 Grad.

30.07.2019