Kanalsanierung

Leichte Kunststoffrohre lassen sich schnell und flexibel einbauen

Die beiden defekten Haltungen des Mischwasserkanals DN 300 werden durch braune HS-Kanalrohre DN/OD 315 ersetzt und an die bestehenden Schächte angeschlossen (Foto: Heinrich RohdeTief- und Straßenbau)

Die nordrhein-westfälische Kleinstadt Rüthen hat die Kreisstraße 45 in Höhe der Ortsdurchfahrt Meiste ausgebaut. Zuletzt war die K 45 im betreffenden Bereich Ende der 1960er-Jahre ausgebaut worden. Eine TV-Inspektion des im Abschnitt Lange Straße verlaufenden Mischwasserkanals hatte mehrere Schäden in zwei Haltungen mit einer Gesamtlänge von 60 m ergeben.
Im Zuge der in zwei Bauabschnitte aufgeteilten Maßnahme wurde die bestehende Mischwasserkanalisation zum Trennsystem umgebaut, damit die Auflagen des  sogenannten Trennerlasses erfüllt werden. Der bestehende Mischwasserkanal wurde saniert und ein neuer Regenwasserkanal errichtet. Dabei kamen Rohre aus dem HS-Kanalrohrsystem sowie eine Vielzahl weiterer Produkte der Funke Kunststoffe GmbH zum Einsatz.

Rohre und Anschlusslösungen aus einer Hand
Für die Sanierung des defekten Mischwasserkanals wurden die schadhaften Haltungen des Altkanals DN 300 aus Stahlbeton durch HS-Kanalrohre DN/OD 315 in braun ersetzt. Diese wurden an die bestehenden Schächte unter Verwendung der HS-Schachtmuffe fachgerecht angeschlossen. Vorteile der verwendeten Rohre sind zum einen die gute Handhabung durch das geringe Gewicht, zum anderen die einfache und gute Verbindbarkeit. Zudem umfasst das Komplettprogramm des Rohrherstellers die passenden Anschlussstutzen.
Im Zuge der Arbeiten am Mischwasserkanal, der im neuen Trennsystem zukünftig als Schmutzwasserkanal dient, wurden ferner verschiedene Hausanschlussleitungen teilweise saniert. Um den neuen Kanal mit den bestehenden Hausanschlussleitungen zu verbinden, kam die VPC-Rohrkupplung zum Einsatz. Mit dieser lassen sich Rohre gleicher Nennweite aus unterschiedlichen Werkstoffen sicher miteinander verbinden – auch solche mit Außendurchmessern, die bauartbedingt unterschiedlich sind. Die Rohrkupplung besteht aus einer reduzierbaren Dichtmanschette aus Elastomergummi, einem zentrisch reduzierbaren Fixierkorb aus Kunststoff sowie zwei  Edelstahlbändern zur Krafteinleitung für eine beidseitige, separate und stufenlose Durchmesseranpassung.
Die Einbindungen der Anschlussleitungen im Bereich der sanierten Schmutzwasserhaltungen bzw. des neuen Regenwasserkanals erfolgten mithilfe des CONNEX-Anschlusses – ein Hausanschluss mit integriertem Kugelgelenk, das Bewegungen in einem Radius bis zu 11° aufnehmen kann und damit die Anforderungen der DWA-A139 erfüllt. Anschlüsse an den Betonkanal wurden dagegen mithilfe des FABEKUN®-Sattelstücks hergestellt. Zusätzlich kam der Sanierungsstutzen bei der Sanierung mehrerer alter beschädigter Einbindungen von Hausanschlussleitungen in den bestehenden Schmutzwasserkanal zum Einsatz.

Neue Kanalisation entlastet die Kläranlage
Der neue 350 m lange Regenwasserkanal wurde aus blauen HS-Kanalrohren mit Durchmessern zwischen DN/OD 315 und DN/OD 500 errichtet. Mit der Maßnahme wurden nicht nur die Auflagen des Trennerlasses erfüllt, sondern es ergeben sich zudem Vorteile für die Schmutzwasserbewirtschaftung der Stadt. Unbelastetes Regenwasser wird zukünftig nicht mehr an der Kläranlage in Meiste abgeleitet. Das entlastet die Anlage und wirkt sich langfristig auf die Wirtschaftlichkeit aus.

Weitere Informationen: www.funkegruppe.de

3.07.2020