Kombination aus Sickermulde und speziellem Substrat für die Filterung von belastetem Oberflächenwasser

Die Landeshauptstadt Magdeburg hat umfangreiche Straßenbaumaßnahmen im Stadtteil Neustädter Feld zum Anlass genommen, die Kanalisation vor Ort zu erneuern, wobei auch ein Schmutzwasserkanal ersetzt wurde.

In Magdeburg wurde zunächst ein neuer Schmutzwasserkanal eingebaut und der Straßenaufbau erneuert. Danach wurden insgesamt vier Abschnitte der Rinne verlegt, bevor zum Abschluss der Arbeiten neu gepflastert wurde (Foto: Funke Kunststoffe)

Da Regenwasser laut den gesetzlichen Bestimmungen vor Ort versickert werden muss, war ein Ansatz gefragt, der sowohl den beengten Einbauverhältnissen gerecht wird als auch dem Umstand, dass keine Vorflut vorhanden ist. In der D-Rainclean-Sickermulde der Funke Kunststoffe GmbH fand das mit der Planung der Arbeiten befasste Ingenieurbüro eine professionelle Lösung für die dezentrale Behandlung und Versickerung von belastetem Niederschlagswasser, die auch beim in die Planung einbezogenen zuständigen Umweltamt auf Zustimmung stieß. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Sickermulde und speziellem Substrat für die Filterung von belastetem Oberflächenwasser.

System in verschiedenen Ausführungen erhältlich
Erhältlich ist das System, das die Anforderungen des DWA-Arbeitsblattes A 138 zum Umgang mit stärker verunreinigtem Niederschlagswasser vor der Versickerung erfüllt, wahlweise in offener und geschlossener Ausführung. Vor Ort zum Einsatz kam die geschlossene Variante mit Gussabdeckung Klasse D 400 für Flächen mit hoher Verkehrsbelastung. Dabei wurden Spezialverschraubungen zur Sicherung der Gussabdeckung bei extremer Belastung sowie als Diebstahl- und Klapperschutz verwendet. Für geringe Verkehrsbelastungen sind die Gussabdeckungen alternativ in Klasse B 125 erhältlich. Ebenfalls verfügbar sind zum System passende Endstückelemente. Allen Versionen gemeinsam ist die zuverlässig hohe Leistung – die Mulde nimmt belastetes Niederschlagswasser von Straßen, Parkplätzen, Hof- und Dachflächen auf und gibt es auch bei hohen Schadstoffkonzentrationen in unbedenklichem Zustand an den Boden ab. Je nach Belastung liegt die Standzeit des Substrates bei 15 bis 20 Jahren, erst dann ist ein Austausch nötig. Im Betrieb gibt sich das bewährte System anspruchslos.

Weitere Informationen: www.funkegruppe.de

9.07.2018