Neue Einbaudicke im Kaltrecycling möglich

Der WR 4200 von Wirtgen im Test – Prüfungsergebnisse überzeugen

Der WR 4200 von Wirtgen

In ihrem Bestreben, das Kaltrecycling (KRC)-Verfahren weiter zu optimieren, hatte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz ein Pilotprojekt in Auftrag gegeben. Mit ihm sollte überprüft werden, inwiefern die Einbaudicke zumindest für gering belastete Straßen – wie zum Beispiel Kreisstraßen – in Bezug auf wirtschaftliche Gesichtspunkte und technische Umsetzbarkeit reduziert werden kann. Dazu wurde auf einem Streckenabschnitt der L 114 im rheinland-pfälzischen Weibern die Fahrbahn auf einer Länge von 1.250 Meter nach dem Ressourcen schonenden Kaltrecycling-Verfahren erneuert. Die Dicke der KRC-Schicht betrug 12 cm statt der üblichen 18 - 20 cm, darauf wurde lediglich eine vier Zentimeter dicke Deckschicht eingebaut. Das Landesbauministerium Cochem-Koblenz als zuständige Behörde und das Labor für Straßen- und Betonbau (sbt) in Trier als unabhängige Prüfstelle begleiteten die Maßnahme, deren erste Ergebnisse nun vorgestellt wurden.

Die vollständige Wiederverwertung des Ausbaumaterials sowie dessen kosteneffektive Aufbereitung zählen zu den Ressourcen schonenden Verfahren im Straßenbau. Aufgrund der steigenden Rohstoff- und Energiepreise ist die Nachfrage nach der Kaltrecycling-Technologie in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Als führendes Unternehmen in der Branche entwickelt Wirtgen bereits seit über 20 Jahren neue Möglichkeiten, die strukturelle Instandsetzung von Straßen zu optimieren. Heute bietet das Maschinenbauunternehmen seinen Kunden neun Maschinen und Anlagen für Kaltrecycling-Anwendungen in-situ oder in-plant.

So kam auf der Baustelle zwischen Weibern und Engeln mit dem Kaltrecycler WR 4200 das leistungsstärkste Gerät der Wirtgen Kaltrecycler-Flotte zum Einsatz. Nur drei Tage benötigte der Recycler, um den 7.200 m² großen Straßenabschnitt zu fräsen und in einem Arbeitsgang aufzubereiten.

Weitere Informationen: www.wirtgen.com

18.04.2012