Regenwasserrückhaltung

Hohe Stabilität trotz geringen Eigengewichtes

Die schwarze Kunststoffdichtungsbahn wurde seitlich hochgeschlagen und verschweißt. Das oben liegende Vlies verhindert den Eintrag von Bodenpartikeln aus dem Retentionsbodenfilter in den Speicherkörper

Bei einem Neubau eines Regenwasserkanals in Ennepetal sollten u. a. der Bau eines Regenrückhaltebeckens sowie der Straßenendausbau inklusive Randanlagen umgesetzt werden. Das mit der Erstellung von Regenwasserkanal und Regenrückhaltung beauftragte Bauunternehmen stand vor allem aufgrund der engen Platzverhältnisse bei der Einrichtung der Regenrückhaltung vor einer Herausforderung.
Vorgabe der zuständigen Unteren Wasserbehörde war, dass das Oberflächenwasser bei Regenereignissen nur gedrosselt und gereinigt in den nahegelegenen Bach eingeleitet werden darf. Daher  war eine Regenrückhaltung notwendig geworden. Im Laufe der Planungen wurden viele Varianten untersucht. Darunter auch, ob sich die Regenrückhaltung nicht auch in die Straße integrieren lasse. Dies sei aber u. a. wegen verschiedener Versorgungsleitungen im Straßenkörper nicht möglich gewesen.  Zudem dient der betroffene Weg als Zufahrt zu einem produzierenden Unternehmen und wird vom öffentlichen Nahverkehr sowie von Schulbussen befahren. Eine   Sperrung, auch teilweise, über einen längeren Zeitraum als ein paar Stunden sei nicht möglich gewesen. So musste die Regenrückhaltung an anderer Stelle errichtet  werden.

Effektiv und raumsparend
Grundlage für die Bemessung des notwendigen Rückhaltevolumens war das sogenannte fünfjährige Regenereignis. Erschwerend bei den Planungen sei die Hanglage der Fläche gewesen: Hätte man die Rückhaltung beispielsweise zu tief in den Boden bauen müssen, hätte die Gefahr bestanden, dass die vorhandene Böschung abrutscht. Das war auch der Grund dafür, dass die Errichtung des Regenrückhaltebeckens möglichst mit leichtem Gerät erfolgen sollte. Letztendlich wurde also ein schlankes und leichtes System gesucht, welches mit dem wenigen vorhandenen Platz auskam, sich aus leichten Einzelteilen gut errichten ließ und dabei gleichzeitig das benötigte Volumen lieferte. Offene Regenrückhaltebecken oder unterirdische Stauraumkanäle aus Betonfertigrohren, in Ortbeton oder anderen Werkstoffen schieden ebenfalls aus.

Enorme Speicherkapazität
Entscheidend vor dem Einbau der Elemente ist das Planum – die Rigolenelemente wurden kastenförmig verlegt. Nur so können die einzelnen Elemente präzise ausgerichtet und fachgerecht eingebaut werden. Zunächst wurde hierfür in dem Hang die Wanne ausgehoben und das Planum mit Sand hergestellt. Auf das Planum wurde anschließend die dreiseitige Ummantelung bestehend aus einem Filtervlies, einer Kunststoff dichtungsbahn aus PE und einem weiteren Vlies ausgelegt. anschließend wurden darauf die Systemelemente gemäß der Planung gesetzt. In einem nächsten Schritt wurde die „Vlies/Folie/Vlies“-Kombination seitlich an den D-Raintanks® hochgeschlagen, die PE-Folie an den Kanten verschweißt und der Bereich rundherum mit Erdmaterial wiederverfüllt. Die äußere Vliesschicht übernimmt dabei den Schutz der PE-Folie vor Beschädigungen. Die wasserdichte PE-Folie sorgt dafür, dass das Regenwasser in den Elementen zwischengespeichert werden kann und nicht versickert. Mit dem System wird eine Speicherfähigkeit von 95 % erreicht, was deutlich über dem Wert einer üblichen Kies- oder Schotterrigole liegt. wurde anschließend die dreiseitige Ummantelung bestehend aus einem Filtervlies, einer Kunststoff dichtungsbahn aus PE und einem weiteren Vlies ausgelegt. Anschließend wurden darauf die Systemelemente gemäß der Planung gesetzt.
In einem nächsten Schritt wurde die „Vlies/Folie/Vlies“-Kombination seitlich an den D-Raintanks® hochgeschlagen, die PE-Folie an den Kanten verschweißt und der Bereich rundherum mit Erdmaterial wiederverfüllt. Die äußere Vliesschicht übernimmt dabei den Schutz der PE-Folie vor Beschädigungen. Die wasserdichte PE-Folie sorgt dafür, dass das Regenwasser in den Elementen zwischengespeichert werden kann und nicht versickert. Mit dem System wird eine Speicherfähigkeit von 95 % erreicht, was deutlich über dem Wert einer üblichen Kies- oder Schotterrigole liegt.

Vor Partikeln geschützt
Das innere Vlies, welches direkt an den zusammengesetzten Elementen anliegt, schützt das System vor dem Eindringen von Bodenpartikeln und wurde als einzige Ummantelungsschicht auch über die gesamte Oberseite verlegt. Bei dem Vlies handelt es sich um ein sogenanntes Geotextil, welches aus mechanisch verfestigten Polypropylenfasern (PP, 150 g/m2, GRK 3) hergestellt wird und eine gute Wasserdurchlässigkeit bietet. Abschließend wurde auf diesem Geotextil ein Retentionsbodenfilter hergestellt. Dieser besteht aus Filterkies, Filtersand und einem sandreichen Oberboden und dient der Reinigung des Regenwassers. Die gesamte Regenrückhaltekonstruktion wurde in einer Mulde angeordnet und mit einem Längsgefälle von 2,25 ‰ gebaut. Im höher liegenden Teil der Mulde trennt ein Wall aus Grobschotter auf dem Retentionsbodenfilter einen Bereich von der restlichen Mulde ab. Hier werden die Sedimente aus dem zufließenden Oberflächenwasser zurückgehalten. So muss man im Bedarfsfall nicht den gesamten Bodenfi lter reinigen, sondern nur den abgetrennten Teil, der als Absetzbecken dient.

Weitere Informationen: www.funkegruppe.de

 

 

 

 

27.04.2020