Umfangreiche Verkehrssicherungsmaßnahmen für drei zeitversetzte Bauphasen

Die Straßen und Gehwege der Karl-Marx-Allee in Berlin sollen saniert werden. Im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz wird der gesamte Straßenbereich zwischen den Knotenpunkten Otto-Braun-Straße und Strausberger Platz daher grundhaft erneuert. Um den Personen-, Rad- und Pkw-Verkehr während der Maßnahme aufrechtzuerhalten, sind umfangreiche Verkehrssicherungsmaßnahmen notwendig.

Die Karl-Marx-Allee soll bis voraussichtlich Juli 2020 grundhaft erneuert werden

Die Magistrale steht einschließlich der benachbarten Bebauung als Ensemble unter Denkmalschutz und soll in ihrer Charakteristik unverändert bleiben. Gleichzeitig macht Berlin mit der Umgestaltung einen weiteren Schritt auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt. Breite und sichere Fahrradwege sollen noch mehr Menschen einen Anreiz bieten, auf das Fahrrad umzusteigen. So ist auf der Karl-Marx-Allee auf einem ca. 800 m langen Abschnitt in beiden Fahrtrichtungen ein „Geschützter Radfahrstreifen“ geplant. Hier wird ein breiter, grün beschichteter Radweg angelegt, der durch Poller und einen  Sicherheitsstreifen mit einer Breite von 1,5 m von den daneben liegenden Parkstreifen abgetrennt ist. Für Autofahrer stehen nach dem Umbau je zwei Fahrstreifen pro Richtungsfahrbahn sowie Parkmöglichkeiten auf dem Mittelstreifen zur Verfügung. Zusätzliche Abbiegespuren in den Kreuzungsbereichen sollen außerdem für einen besseren Verkehrsfluss sorgen. Die grundhafte Erneuerung der Allee durch die Matthäi Bauunternehmen GmbH & Co. KG gliedert sich in drei Bauphasen, die zeitversetzt ausgeführt werden, um die Beeinträchtigung des Verkehrs so gering wie möglich zu halten. Für die Umsetzung der Verkehrssicherungsmaßnahmen in allen Bauphasen setzt das Unternehmen auf das Kompetenz-Center für Baustellenund Verkehrssicherung von Zeppelin Rental in Berlin.

Bauinfotafeln und Hinweistafeln machen frühzeitig auf Verschwenkungen bzw. Staugefahr aufmerksam
In Vorbereitung auf die erste Bauphase wurden zwei Kfz-Fahrstreifen und der Radfahrstreifen der südöstlichen Richtungsfahrbahn auf den bestehenden Mittelstreifen verlegt. Die so entstandenen temporären Fahrstreifen wurden mithilfe von Baken und Schrankenschutzgittern vom Baufeld beziehungsweise vom nordwestlichen Richtungsverkehr abgetrennt. Für den Fußverkehr steht auf der ganzen Länge des Baufelds ein mit Schrankenschutzgittern abgesicherter Streifen zur Verfügung. Zudem ermöglicht eine temporäre Lichtsignalanlage Fußgängern das Kreuzen des Baufelds in der Mitte. Allein um die Verkehrsführung für die erste Bauphase einzurichten, verbaute das Team der Baustellen- und Verkehrssicherung insgesamt 140 Baken, 1.230 Schrankenschutzgitter auf 1.500 Fußplatten à 28 kg und markierte die Fahrbahn auf einer Länge von ca. 3 km. Neben eigens für die Maßnahme produzierten Bauinfotafeln wurden entsprechend dem Verkehrszeichenplan Hinweistafeln aufgebaut, die frühzeitig auf die Verschwenkungen beziehungsweise die Staugefahr aufmerksam machen. Noch zweimal werden die Baustellen- und Verkehrssicherer im Laufe der Bauzeit anrücken, denn für die zweite und dritte Bauphase muss die Verkehrsführung erneut grundlegend geändert werden. In der zweiten Bauphase wird der gesamte nordwestliche Richtungsverkehr auf den Mittelstreifen verlegt, gleichzeitig rückt der Verkehr der Gegenrichtung auf die dann bereits erneuerte südöstliche Richtungsfahrbahn. Zum Schluss ist die Sicherung des Mittelstreifens an der Reihe: In der dritten Bauphase entstehen dort auf einer Breite von 10 m 165 Kfz-Stellplätze. Voraussichtlich im Juli 2020 wird die Baumaßnahme abgeschlossen sein.

Weitere Informationen: www.zeppelin-rental.de

31.10.2018