Wirtschaftliche und ressourcenschonende Alternative zum Bodenaustausch

Um die Tragfähigkeit und Qualität von Böden herzustellen und sie für Straßenbauprojekte vorzubereiten, ist die Bodenstabilisierung das Mittel der Wahl. Mit dem gezielten Einbringen von Bindemitteln kann etwa der Feuchtigkeitsgehalt eines Bodens gesenkt werden, was für eine weitere Bearbeitung unerlässlich ist. Gegenüber einem Austausch des gesamten Bodens ist die Boden-stabilisierung eine wirtschaftliche und ressourcenschonende Methode. Kosteneinsparungen ergeben sich beispielsweise aufgrund der einfacheren Baustellenlogistik durch weniger Lkw-Fahrten und kürzere Bauzeiten. Auch Ressourcen werden geschont, denn bei der Stabilisierung wird der vorhandene Boden vollständig genutzt und lediglich Bindemittel wie Kalk oder Zement – oder beide zusammen als Mischbindemittel – hinzugefügt.

Der 571 kW starke Bodenstabilisierer, der auch im Kaltrecycling unter anderem beim Pulverisieren von Asphalt zum Einsatz kommt, ist besonders für die Stabilisierung von schwerem und morastigem Gelände ausgelegt

Der Austausch von Böden wird in Ausschreibungen nach wie vor häufig gefordert – ist aber nicht immer zwingend nötig. Der Wirtgen-Bodenstabilisierer mischt
mit seinem kräftigen DURAFORCE-Fräs- und Mischrotor vorgestreute Bindemittel wie Kalk oder Zement in vorhandenen, wenig tragfähigen Boden ein und verwandelt ihn direkt vor Ort in einen hochwertigen Baustoff. Das erzeugte homogene Boden-Bindemittel-Gemisch bietet hohe Tragfähigkeit sowie nachhaltige Wasser-, Frost- und Raumbeständigkeit. Typische Anwendungen sind der Bau von Wegen, Straßen, Autobahnen, Trassen, Park- und Sportplätzen, Gewerbegebieten, Industrieanlagen, Flugplätzen, Dämmen, Verfüllungen oder Deponien. Bei der Bodenstabilisierung unterscheidet man zwischen der Bodenverbesserung und -verfestigung. Kalk verbessert die Einbaufähigkeit und Verdichtbarkeit von nassen, bindigen Böden. In diesem Fall spricht man von einer Bodenverbesserung. Wenn eine Bodenverfestigung das Ziel ist, wird Zement genutzt, da er nachhaltig die Tragfähigkeit, Raum-, Wasser- sowie Frostbeständigkeit erhöht. Selbst ohne Bindemittel können Böden stabilisiert bzw. homogenisiert werden.

Beispiel aus der Praxis: Bodenstabilisierung in Bloomington/Indiana, USA
Bei einem Bodenstabilisierungsprojekt auf der Interstate 69 südlich von Indianapolis mussten die neu angeschütteten Erdmassen zunächst stabilisiert werden, um die benötigte Tragfähigkeit für den Asphaltüberbau der neuen Zufahrt zu schaffen. Dabei setzte das beauftragte Unternehmen Specialties Company, LLC auf Kalk als Bindemittel. Kalk reduziert umgehend den Wassergehalt im Boden- Bindemittel-Gemisch. Dadurch wird letztlich eine bessere Verdichtbarkeit und erhöhte Tragfähigkeit des so aufbereiteten Bodens erzielt. Bei dem Projekt kam der radmobile Bodenstabilisierer WR 250 zum Einsatz. Die 571 kW starke Maschine, die  auch im Kaltrecycling unter anderem beim Pulverisieren von Asphalt zum Einsatz kommt, ist die leistungsstärkste Maschine der WR-Generation und besonders für die Stabilisierung von schwerem und morastigem Gelände ausgelegt. In der Bodenstabilisierung sind mit diesem Gerät Tagesleistungen bis 15.000 m² möglich.

Weitere Informationen: www.wirtgen.com

14.11.2018