Exklusives Whitepaper

BIM – Klischees und Missverständnisse im Kontext des Straßeninfrastrukturmanagements

BIM, Building Information Modeling, wird in Deutschland fast ausschließlich für die Planungs- und Bauphase größerer Bauvorhaben eingesetzt. Selbst die wegweisenden Dokumente der Bundesregierung, wie der„Stufenplan Digitales Planen und Bauen“, legen den Fokus auf diese beiden Phasen im Lebenszyklus der Infrastruktur. Dagegen ist die Betriebsphase, die bis zu 90 % aller im Lebenszyklus anfallenden Kosten verursacht, aus dem BIM-Kreislauf nach wie vor praktisch ausgeklammert. Und das, obwohl die Eigentümer der Infrastrukturen in Ländern, die BIM bereits erfolgreich in der Praxis umsetzen, diese einseitige Fokussierung auf die Planungs- und Bauphase seit Jahren korrigiert haben und nun verstärkt die Betreiber unterstützen.

Diese notwendige Korrektur, die auch eine der Grundvoraussetzungen für den nachhaltigen Erfolg einer breiten, durchgängigen, und nicht nur punktuellen, Digitalisierung im Infrastrukturmanagement ist, kann nur dann gelingen, wenn man sich von den Stereotypen, Klischees und Mythen befreit, die seit Jahren die BIM-Implementierungen mitprägen.

Das vorliegende Whitepaper ist ein Plädoyer für die Abrechnung mit diesen Stereotypen und für die Stärkung der Rolle des Eigentümers und des Betreibers der Straßeninfrastruktur auf einem gemeinsamen Weg zu einem modernen, digitalisierten und effizienteren Straßenwesen. Als wichtiger Verbündeter auf diesem Weg dienen hierbei die internationalen und nationalen BIM-Normen, wie z. B. die DIN EN ISO 19650.

06.05.2021