Straßenentwässerung

Durchlassbauwerke aus folienbeschichtetem, verzinktem Wellstahl sind langlebig

Wellstahlbauwerke sind schnell montiert und langlebig

Im amerikanischen Raum ist Stahl als Rohstoff für Durchlässe unter und über Straßen und Eisenbahnlinien weit verbreitet und kommt in Nordamerika bereits seit 1896 zur Anwendung. In Europa gilt die seit Mitte der 1950er-Jahre etablierte Wellstahlbauweise bis heute oftmals als Nischenprodukt. Dabei bieten flexible, im Erdreich gebettete Wellstahlbauwerke aus korrosionsgeschütztem Stahl der ViaCon-Gruppe für verkehrs- und wasserführende Unter- und Überführungen sowie für viele andere industrielle Anwendungen zahlreiche Vorteile gegenüber Beton.

Schnelle und flexible Montage
Die Installationszeit für Durchlässe aus Wellstahl ist aufgrund des leichteren Materials wesentlich kürzer als für Betonrohre. Wellstahlrohre sind flexibel einsetzbar, kurzfristig produzierbar, an der Baustelle schneller zu verbauen und leichter in der Handhabe als Betonfertigteile. Die einfache und schnelle Montage trägt dazu bei, die Zeit für den Bau von Durchlässen nicht nur zu verkürzen, sondern dank der Zeiteinsparung auch wirtschaftlicher zu gestalten. Bauunternehmer können den Durchlass in Etappen installieren, ohne den Verkehr unterbrechen zu müssen. Im weiteren zeitlichen Verlauf zeichnen sich Wellstahldurchlässe als besonders unterhaltungsarme Konstruktionen aus. Auch Sanierungen, Erweiterungen oder Verlängerungen können mit Wellstahlbauwerken schneller und flexibler umgesetzt werden.

Nachhaltigkeit
Durch die Verwendung von leichten Wellstahlbauwerken statt Beton lassen sich sowohl der Energieverbrauch in der Herstellung und im Einbau als auch CO2-Emissionen reduzieren. Eine vergleichende Studie zur Lebenszyklusanalyse von Wellstahlbauwerken und Stahlbetonrohren für ein unterirdisches Regenwasserabflussrohr (Durchmesser 1,8 m, Länge 11,8 m) für den nordamerikanischen Markt bestätigen dies. Diese wurde in Auftrag gegeben vom kanadischen Corrugated Steel Pipe Institute (CSPI) und durchgeführt vom kanadischen Beratungsunternehmen Groupe AGĒCO. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Wellstahlrohre in ihrem gesamten Lebenszyklus 77 % weniger CO2-Emissionen verursachen als Stahlbetonrohre. Dabei ist der größte Vorteil der Wellstahlrohre gegenüber Betonrohren ihre deutlich geringere Masse.1

Gut 100 Jahre mögliche Nutzungsdauer
Das Unternehmen Wuppermann produziert für Anwendungen wie Durchlassbauwerke den folienbeschichteten Bandstahl WProtect: kontinuierlich hergestellter Bandstahl, korrosionsgeschützt mit einer Zinkschicht von 42 µm Zink und einer zusätzlich aufkaschierten Hochleistungsfolie (300 µm PE). Die Polyolefin-Folie wird direkt nach dem Verzinkungsvorgang beidseitig aufgetragen. Der folienbeschichtete Bandstahl wird nach EN 10346 und EN 10169 produziert und ist für die Aufnahme hoher Verkehrslasten ausgelegt. Auch dickere Zinkschichten bis Z 1200 (dies entspricht über 80 µm Reinzink) sind als Ausführungsvariante ohne Folie möglich.
Langzeitstudien aus den USA, in denen Wellstahlrohre mit Folienbeschichtung seit über 40 Jahren für Durchlässe zum Einsatz kommen, bestätigen die lange mögliche Nutzungsdauer von rund 100 Jahren, extreme mechanische Belastbarkeit und Korrosionsbeständigkeit (C4-C5 nach ISO 12944) der Durchlässe auch unter widrigsten Bedingungen – sei es Feuchtigkeit durch Abwasser, Trockenheit, Salz, Chemikalien oder UV-Strahlung.2

1    Vgl. Groupe AGĒCO: Comparative LCA of CSPI’s 1,800 mm corrugated steel pipes with North American reinforced concrete pipes. November 2020.
2    Vgl. CorrPro, Inverst Abrasion Testing of CSP Coatings; TRB 2013 Annual Meeting, „Performance of Polymer Coated Corrugated Steel Pipe“.

 

Wuppermann Stahl GmbH
A-8750 Judenburg
www.wuppermann.com

ViaCon Hamco GmbH
D-46535 Dinslaken
www.viacon-hamco.de

 

24.09.2021